Auf der Suche nach dem Frühling

Wirklich einladend ist der Garten im Moment nicht. Die Temperaturen sind einstellig, ein Sturm jagt den anderen und nächste Woche soll es wieder Nachtfröste geben. Da ist nur Zeit und Lust für eine schnelle Gartenrunde. Auf dem Hügelbeet blühen mittlerweile die Osterglocken. Die übrigen Stauden dort sehen so aus als hätten sie den Winter überlebt.

Hügelbeet
Hügelbeet mit Osterglocken
Osterglocken

Die hängende Kätzchenweide blüht trotz Kälte, leider haben die Insekten im Moment aber nichts davon, da es für die meisten zu kalt zum Fliegen ist. Da hat die Natur dieses Jahr ein schlechtes Timing.

Hängende Kätzchenweide

Während im hinteren Bereich im Moment die Farben gelb und blau bei den Blüten groß geschrieben werden, sind es im Vorgarten gelb und rot. Die Osterglocken blühen immer noch und heute hatte auch die Küchenschelle ihre Blüten offen. Die kurze Zeit mit den Sonnenstrahlen habe ich dann auch für Fotos genutzt.

Küchenschelle
Küchenschelle

Ich habe ja schon gedacht dass meine zweite Küchenschelle den Winter nicht überlebt hätte, denn bisher war kein Lebenszeichen zu erkennen. Doch das frische Grün sind eindeutig die Triebe der zweiten Küchenschelle. Während die blühende Nummer eins fast direkt an der Hauswand steht und wohl von der Speicherwärme der Hauswand profitiert, steht die andere direkt an der Straße. Zudem wird sie im Sommer durch den Sommerflieder beschattet, während die rote dann direkte Sonne bekommt.

Küchenschelle
Küchenschelle

Beim Vorgarten bin ich sowieso gespannt, was dort den Winter überlebt hat. Da die Katzen einige Male für den Tod der gepflanzten Stauden gesorgt haben, und dank Corona auch keine unbeschwerten Einkaufstouren für mich möglich waren, hat Stefan beim normalen Wocheneinkauf öfter mal blühende Pflanzen als Ersatz mitgebracht. Hauptsache es war erstmal wieder bunt und keine Freifläche als Katzenklo vorhanden.

Frostiger März

Kaum zu glauben dass wir vor zwei Wochen schon ärmellos draussen in der Sonne gesessen haben. Gut, der eine oder andere tut das im Moment vielleicht auch, aber die meisten Menschen werden doch darauf verzichten. Heute vormittag bot unser Garten nämlich dieses Bild.

Blick aus dem Wohnzimmer
Blick aus dem Wohnzimmer

Aber etwas Sonne gab es doch im Garten, rechts in der Ecke, beim weißen Sommerflieder.

Eine Etage höher hat man einen besseren Überblick
Eine Etage höher hat man einen besseren Überblick

Als es wärmer wurde gab es auch die obligatorische Gartenrunde. Aber so wirklich etwas getan hat sich in der letzten Woche nicht, es ist einfach noch zu kalt. Selbst die Lenzrose hat keinen Blick für mich übrig.

Lenzrose
Lenzrose

Eine Gartenrunde

Die Fotos sind alle von der Gartenrunde am Sonntag. Die Sonne schien, aber so warm wie die Tage zuvor war es schon nicht mehr. Diesmal ging es rechts herum.

Noch auf der Terrasse steht ein kleines Gestell, dort wächst in der oberen Etage der Schnittlauch. Wir können tatsächlich die einzelnen Halme beim Wachsen beobachten.

Schnittlauch
Schnittlauch

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle den Weg beschreiben und schließlich mit dem Blick zur rechten Gartenbegrenzung enden. Aber meine Variationen klangen alle ziemlich seltsam, daher verzichte ich auf eine Beschreibung unserer Schritte und zeige einfache das Bild.

Blick auf die rechte Gartenhälfte
Blick auf die rechte Gartenhälfte

Noch ist nicht wirklich viel Interessantes auf dieser Seite zu sehen. Das Hängeweidenkätzchen zeigt bereits erste Kätzchen, aber noch ist dort für die Insekten nichts zu holen. Die Tulpen strecken zwar ihr Grün aus der Erde, aber bis zu Blüte dauert es auch noch etwas.

Stefan hatte letzte Woche Urlaub, und so konnten wir in den warmen Stunden etwas fleissig sein und uns an zwei Tagen nach der Arbeit sogar in die Sonne setzen. Das Hauptaugenmerk lag auf dem Strauchschnitt. Johannisbeere und Stachelbeere wurden zum ersten Mal ausgelichtet; sie stehen jetzt drei Jahre bei uns, also wurde es Zeit. Anschließend wurden sie auch mit frischem Kompost versorgt. So wirklich viel kann man auf meine Fotos jedoch nicht davon erkennen, daher verweise ich jetzt nur auf die Bilder in der Fotogalerie.

Dafür gibt es einen geschnittenen Sommerflieder. Von dem Strauch in der Ecke sehen wir eigentlich nur immer im Winter etwas, da der Kirschbaum sonst den Blick versperrt.

Sommerflieder
Sommerflieder
Hummel auf Krokussen
Hummel auf Krokussen

Obwohl wir hier hinten auch einige Krokusse haben, es waren doch sehr viele unter der Hecke versteckt, sind es doch viel zu wenig für die hungrigen Insekten. Leider kann ich in den Nachbargärten dieses Jahr keine Korkusse oder andere Nahrungspflanzen entdecken.

Die linke Gartenseite
Die linke Gartenseite

Auf der linken Gartenseite, man beachte die fehlende Buchenhecke, sind einige der gelben Farbkleckse zu erkennen. Das Kleine Immergrün dort hat auch bereits einige Blüten, allerdings erkennt man diese erst wenn man davor steht.

Blüte des Kleinen Immergrüns
Blüte des Kleinen Immergrün

Auf dem Hügelbeet sieht man auch sehr viel frisches Grün und dazwischen etwas Gelb. Ein paar Osterglocken sind letztes Jahr aus einem Topf dort hingezogen.

Osterglocken auf dem Hügelbeet
Osterglocken auf dem Hügelbeet

Vereinzelt gibt es auch blaue Krokusse auf der linken Seite. Jetzt sieht man erst wieviel Platz noch für weitere Frühjahrsblüher vorhanden ist.

Krokus
Krokus

Das Fazit dieser Gartenrunde? Alle Sträucher hatten ihre alten Blätter verloren. In den letzten beiden Jahren sah es ganz anders aus, da waren die Rosen auch im Winter grün und haben teilweise geblüht. Diesen Winter haben sie sich hoffentlich ausruhen können und können nun mit frischen Blättern starten. Doch für ihren Schnitt ist es noch zu früh, denn die Forsythie blüht noch nicht. Aber sonst grünt und blüht es schon etwas, aber auch nicht zu viel, denn der nächste Frost ist bereits angesagt.

Besucher im Vorgarten

Schon vor dem Schnee blühten einige gelbe Krokusse, doch nachdem es anschließend nicht nur etwas wärmer wurde, sondern tatsächlich Temperaturen von 15 Grad Celsius erreicht wurden, kam es zu einer regelrechten Blütenexplosion. Zumindest im Vergleich zur Anzahl Blumenzwiebeln die wir im Herbst 2019 dort gesetzt haben. Wieso habe ich eigentlich nirgendwo hier im Blog notiert, wieviel Blumenzwiebel es denn nun tatsächlich waren. Also hole ich das jetzt am besten nach. Es waren jeweils 10 botanische Tulpen, Narzissen, heimische Schneeglöckchen, gelbe und weiße Krokusse und 20 violette Krokusse. Ist doch gut wenn man sich alle pflanzlichen Anschaffungen für den Garten notiert. Eigentlich war für den letzten Herbst geplant weitere Blumenzwiebeln zu setzen, damit die Insekten im Frühjahr auch reichlich Nahrung haben, aber Corona hat mich dann doch daran gehindert. Und Bestellen ist in meinem Kopf keine wirkliche Alternative.

Hummel auf Nahrungssuche in Krokussen

Drei Hummelköniginnen habe ich gezählt, und einige Bienen waren letzte Woche auch unterwegs. Zu Beginn der schönen Tage blüten selbst die gelben Krokusse noch, die Woche im Schnee hatte sie anscheinend nur konserviert.

Biene auf Futtersuche
Hummel auf Iris

An zwei Stellen im Vorgarten habe ich regelrecht blaue Felder, so dicht stehen die Iris beisammen. Anscheinend sind sie noch ein Überbleibsel von früher, denn ich habe sie dort nicht gesetzt. Oder es waren ein Paar Zwiebeln in der Erde die uns angeliefert wurde. Da ich den Vorgarten in den frühen Jahren hier eher stiefmütterlich behandelt habe, weil ich mich immer über den Schotter dort geärgert habe, gibt es natürlich auch keine Beweisfotos.

Osterglocken und Iris im Vorgarten

Es ist in der letzten Woche so warm gewesen, dass selbst die Osterglocken letzten Sonntag bereits geblüht haben. Letztes Jahr waren sie, trotz des in unserem Ort eher ausgefallenen Winters, erst im März dran, zeitgleich mit der Schleifenblume und den Küchenschellen.

Knospen der Küchenschelle

Die Küchenschelle hält sich eher an den Zeitplan. Die Pflanze an der Hauswand streckt sich schon sichtbar mitsamt Knospen dem Himmel entgegen, die an der Straße jedoch zeigt noch kein Lebenszeichen. Vielleicht ist sie im Sommer doch zu sehr vom Sommerflieder abgeschattet, Im Moment kann das nicht passieren, und das nicht nur weil er diesen Winter alle Blätter verloren hat, sondern auch weil er seinen Frühjahrsschnitt erhalten hat.

Sommerflieder

Ist denn schon Frühling?

Dieses Jahr gab es tatsächlich einen Winter. Eine Woche lang lag hier tatsächlich Schnee. Und ein klitzekleiner Rest ist bei meinem ersten Gartenrundgang auch noch zu sehen.

Der letzte Schnee

Und kaum ist es wärmer geworden, heute tatsächlich 15 Grad, wird es bunt im Garten. Wobei, weiß und grün sind die dominierenden Farben, und es liegt noch ein leichter Grauschleier über allem. Die ersten Kätzchen der Weide streckten ihre Haare schon vor dem Kälteeinbruch aus, aber jetzt kann man sie nicht mehr übersehen.

Hängweidenkätzchen

Schneeglöckchen und Krokusse sind auch schon zu sehen und das Hügelbeet ist etwas flacher geworden. Bald lohnt es sich wieder, jeden Tag eine Gartenrunde zu machen, denn es wird sich wieder jeden Tag etwas dort tun.

Schneeglöckchen
Krokusse
Krokusse
Hügelbeet

Heute beim Rnndgang habe ich gesehen, dass die Osterglocken auch bereits ihr Grün aus der Erde stecken. Ich bin ja gespannt, wieviele Pflanzen diesen Winter, der den Namen Winter wieder einmal verdient hat, überstanden haben. Und ich hoffe, dass das schöne Wetter, das für die kommenden Tage angesagt wird, nicht zu einem zu schnellen Wachstum führt. Denn wir haben immer noch Winter und die Zeit der Nachfröste ist bestimmt noch nicht vorbei.

Doch es gibt im Garten auch ein wenig Blau zu entdecken. So ist die erste Blüte des Kleinen Immergrüns zu sehen, und auch die Steinsame, die ich vor zwei Jahren einfach in die Erde gesteckt hatte, hat bereits zwei Blüten.

Die erste Blüte des Kleinen Immergrüns – Vinca minor
Steinsame

Am Ende des Winters freut man sich ja über jeden noch so kleinen Farbtupfer. Und es lohnt sich bald sicher auch mit der Kamera wieder durch den Garten zu streifen.

Tatsächlich Winter

Letztes Jahr ist er ja, bis auf vereinzelte frostige Nächte, ganz ausgefallen. Doch es gibt ihn tatsächlich noch, den Winter. Die erste, mit einem Foto belegte frostige Nacht war bereits letztes Jahr. Das Foto stammt vom 10. Dezember 2020, morgens um 8:14. Später am Tag war die weiße Pracht dann auch wieder vorbei.

Frostiger Garten

Vor ein paar Tagen sah es schon nach Frühling aus. Im Vorgarten blühten die ersten Krokusse, und auch die Osterglocken steckten bereits zaghaft erstes Grün aus der Erde. Im Garten hinten blühten die Schneeglöcken, aber so wirklich fotogen sahen beide Bereiche nicht aus.

Die Unwetterwarnung hat mich am Freitag dann in den Garten gejagt um mal eben schnell die Rosen anzuhäufeln. Bisher war das in diesen Breitengraden nicht nötig, der Winter ist ja immer ausgefallen. Laut Warnung könnten wir Schnee, Eisregen oder nur Frost bekommen. Am Abend haben wir dann noch die Abelie, die wir im Sommer ja wegen absolutem Kümmerzustand aus dem Vorgarten in einen Kübel verfrachtet hatten, noch fix in den Garagenanbau gepackt.

Und jetzt ist es tatsächlich richtig weiß da draußen. Stürmisch und etwas kälter wurde es schon am Samstag und dann am Sonntag fing es an richtig zu schneien. Ich stand wohl den halben Tag nur am Fenster und hab gestaunt. In der Nacht haben wir alle kaum geschlafen, denn es war immer noch recht turbulent draussen. Es schneite tatsächlich am gesamten Montag weiter. Auf den Straßen ging nichts mehr. Die Autobahnen wurden fast zum Parkplatz und auch Bus und Bahn ruhten sich aus. Heute hat sich das Wetter wieder beruhtig und die Sonne scheint sogar. Aber die weiße Pracht wird uns sicher noch einige Tage erhalten bleiben, denn es draußen ziemlich frostig. Für die Nacht sind sogar -15 Grad Celsius angesagt.

Sonntagvormittag 10:28
Eine geschlossene Schneedecke
Grace versinkt bereits bis zum Knöchel
Der Vorgarten, kurz nach 13 Uhr
Der Vorgarten am Montag um 11:32

Man sieht auf den beiden obigen Fotos, dass so einiges an Schnee gefallen ist. Unser Miniteich im Garten ist vollkommen unterm Schnee verschwunden. So unberührt wie auf ersten Schneefoto ist der Garten auch nicht mehr. Grace hat so einige Spuren hinterlassen.

Hundeweg zur Wiese und zur Garage

Regenübersicht 2020

Mit Verspätung, aber immerhin gibt es sie, die Regenübersicht für das letzte Jahr. Wir haben uns tatsächlich an die guten Vorsätze fürs Regenmengen-Notieren gehalten, diesmal gab es kein Rätselraten bezüglich der verschiedenen Werte, zumal wir auch noch klar und deutlich geschrieben haben. Dafür verleihen wir uns jetzt einfach selbst ein Sternchen. Dafür ist es diesmal recht spät geworden. Nach der Ausrede Begründung suchen wir noch.

MonatLiter
Januar45
Februar103
März60
April20
Mai15,5
Juni71
Juli61,5
August42
September77
Oktober92
November23,5
Dezembernicht erfasst

Aussagekräftiger ist sicher ein Vergleich nach Jahren, und daher gibt es den dieses Jahr auch einmal. Ohne die „Nicht Erfasst Zeiten“ würden auch Monatsdurchschnitte Sinn machen, aber da mir dort Daten fehlen gibt es eben keine solche Auswertung.

Monat/Jahr20162017201820192020
Januarnicht erfasstnicht erfasst72nicht erfasst45
Februarnicht erfasstnicht erfasst22nicht erfasst103
Märznicht erfasstnicht erfasst1510460
Aprilnicht erfasst14143520
Mai5536,55161,515,5
Juni18742344471
Juli29134,5172661,5
August618760,565,542
September2611255,54677
Oktober455622,510392
November7490nicht erfasst8923,5
Dezembernicht erfasst59,5nicht erfasst71nicht erfasst

Ein Miniteich entsteht

Was wäre ein Urlaub ohne Gartenaktivitäten? Der Gedanke an einen Miniteich reifte ja schon länger, aber letzte Woche wurde er tatsächlich in die Tat umgesetzt. Und nun zählen auch wir zu den Teichbesitzern. Wobei, Teich ist wohl etwas übertrieben. Miniteich trifft das Ganze schon eher.

Am Montag haben wir einen, das heißt eigentlich zwei Mörtelkübel besorgt, weil wir nicht so genau wussten, welche Größe es denn für genau diese Gartenecke sein sollte. Am nächsten Tag dann ging es ans Buddeln.

Hinter Brandkraut und Katzenminze versteckt sich das Loch für den Teich
Hinter Brandkraut und Katzenminze versteckt sich das Loch für den Teich
https://garten.weltensicht.de/wp-content/gallery/ein-miniteich-entsteht/Teichbau_04.jpg
Kontrolle mit der Wasserwaage

Am nächsten Tag dann wurden die Steine endgültig verlegt und die Plane unter Kies versteckt.

Mörtelkübel im Kiesbett
Mörtelkübel im Kiesbett

So ganz langsam wurde es ernst. Die Pflanzen für den Teich zogen bei uns ein und mussten zunächst eine Nacht im Eimer verbringen.

Pflanzen im Eimer
Pflanzen im Eimer

Ob es ein Fehler war, die Pflanzen im Gartencenter zu kaufen, wird sich noch zeigen. Eingezogen sind ein Brennender Hahnenfuss Ranunculus flammula und eine Sumpfschafgarbe Achilea ptarmica sowie ein Krauses Tausendblatt Myriophyyllum crispata. Ich muss gestehen, für diesen Artikel beschäftige ich mich das erste Mal mit den unterschiedlichen Arten und Pflanzhöhen, die bei einem Teich eine Rolle spielen. Diesmal war Stefan derjenige, der sich im Vorfeld informiert hatte (und der sich auch Jahre lang um den elterlichen Gartenteich gekümmert hat).

Kübel mit Pflanzen, aber noch ohne Wasser
Kübel mit Pflanzen, aber noch ohne Wasser
Langsam steigt der Wasserpegel
Langsam steigt der Wasserpegel

Wir haben den Kübel extra mit einem Holzstück versehen um anwesendem Getier eine Fluchtmöglichkeit vor dem Wasser zu bieten. Und das war auch ganz gut so.

Flucht gelungen
Flucht gelungen
Das Wasser steigt
Das Wasser steigt
Es ist vollbracht
Es ist vollbracht

Dummerweise hatten wir unsere Rechnung ohne den Auftrieb des Holzes gemacht. Im Moment liegt es einfach nur auf dem Teichrand und streckt einen Stummelast ins Wasser. Da muss noch eine gute Idee herbei wie sich ungeschickte Tiere aus dem Teich retten können. Und etwas Randdekoration vielleicht auch.

Ein kleinerer Kübel ist ja noch leer. Und es gibt soviel Wasserpflanzen. Möglicherweise …

Planung und Wirklichkeit

Auch wenn der richtige Winter ausgefallen ist, in der dunklen Jahreszeit passiert doch nicht so viel im Garten, allerdings in den Köpfen um so mehr. Im Oktober hatten wir unsere neuen Beete angelegt, und eigentlich sollten im Herbst auch noch die Pflanzen folgen. In den hiesigen Gartencentern gab es Herbstdeko und entsprechende Pflanzen, alles für den Friedhof und natürlich auch alles für Weihnachten, nur keine „normalen“ Stauden. Also doch bestellen? Ok, die Rosen bestelle ich, den Rest holen wir dann eben erst im Frühjahr. So mein Gedankengang.

Geworden sind es schließlich die Bodendeckerrose Strandperle Norderney (Tantau 2019) für das neue Terrassenbeet und die Strauchrose Ballerina (Bentall, 1937) für die weichenden Heckenbuchen. Ein paar nackte Rosentriebe in angehäufelter Erde sind aber nicht wirklch fotogen, daher gibt es wieder einmal keine Fotos.

Im Frühjahr dann kam alles anders. Ein Virus hält die ganze Welt in Atem und führte bei uns dazu, dass wir die geplanten Besuche in Gartencentern und Staudengärtnereien gestrichen haben. Statt dessen habe ich doch bestellt, der Schwerpunkt lag auf einheimischen, insektenfreundlichen Pflanzen.

Während ich also, abgestimmt auf unsere im Oktober angelegten Beete, eine kleine Bestellung tätige, wird Stefan wieder im Garten tätig. Platz für eine Blutjohannisbeere soll geschaffen werden.

Der Pflanzstreifen wird verbreitert
Der Pflanzstreifen wird verbreitert

Und weil alles so gut läuft, und noch Energie vorhanden ist, wird auch gleich das Hügelbeet vergrößert. Es hatte uns beide doch zu sehr an ein Hügelgrab erinnert.

Hügelbeet
Hügelbeet

Tja, und nun hatte ich auf zwei Pakete zu warten.

Mittlerweile sind alle Pflanzen im Garten verteilt und auch angewachsen. Ob sie sich auf Dauer bei uns wohlfühlen wird die Zeit zeigen müssen.

Bepflanztes Hügelbeet
Bepflanztes Hügelbeet

Bereits im Herbst haben Rosmarin, Thymian, Colakraut und Ysop ihren Weg vom Terrassenbeet und aus den Pflanztöpfen auf die linke Seite des Hügelbeets gefunden. Bis auf den Rosmarin fühlen sich alle Pflanzen dort wohler als an ihrem früheren Standort.

Ein Rundgang im übrigen Garten brachte dann noch Kriechenden Günsel und die verschiedenen Hauswurzarten herbei.

Desweiteren haben Agastache rugosa Blue Fortune – Duftnessel Blue Fortune, Sedum hybridum Immergrünchen – Fettblatt, Polster-Fettblatt, Centaurea montana – Berg-Flockenblume, Origanum vulgare – Wilder Majoran, Gewöhnl. Dost, Silene (Lychnis) flos-cuculi – Kuckucks-Lichtnelke, Pulmonaria officinalis –Echtes Lungenkraut, Kleingeflecktes L. aus den Bestellungen und Tanacetum haradjanii – Silbergefieder dort Platz gefunden. Und dann noch alle, die ich jetzt vergessen habe, wie beispielsweise den Salbei.

Salvia nemorosa – Steppen Salbei und Salvia pratensis – Wiesen Salbei gab es auch noch, einer davon kam ins Hügelbeet, der andere ins Terrassenbeet 2.

Sedum hybridum Immergrünchen - Fettblatt, Polster-Fettblatt
Sedum hybridum Immergrünchen – Polster-Fettblatt
Kuckucks-Lichtnelke
Silene (Lychnis) flos-cuculi – Kuckucks-Lichtnelke

So schön – und keine Fotos

Die Pflanzen sind mit dem Verblühen schneller als ich mit dem Fotografieren. Auf der Suche nach Ausreden: Es war zu dunkel, es war zu nass, es war zu kalt, es war zu windig. Es gibt sie eben nicht, diese Aufnahmen. Von den wunderschön blühenden Küchenschellen im Vorgarten. Jetzt ist es zu spät. Aber immerhin gibt es ein paar wenige Handyaufnahmen von der Tulpen- und Osterglockenblüte.

Tulpen und Osterglocken im Vorgarten

Die Kugelprimeln sind Geschichte, und auch das verbliebene weiße Heidekraut hat es hinweggerafft. Es waren einfach keine Wurzeln mehr da, obwohl es zu Frühlingsbeginn noch vielversprechend aussah. Immerhin hat das Heidekraut in diesem Frühjahr noch einige Besucher ernährt.

Auch die Abelie, die wir zu Beginn des Vorgartens 2.0 voller Vorfreude gepflanzt hatten, steht bei uns auf der Verlustliste. Wieso, weshalb, warum sie statt so üppig zu wachsen wie beim Besuch des Gartencenters versprochen bei uns nur anwesend ist und nicht wächst, keine Ahnung, und noch weniger Wissen.